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PAX - Friede

Dr.P.Bernhard Sirch OSB, Pfarrer, Dekanatsjugendseelsorger

Katholisches Pfarramt Achental * Kath. Expositur Hinterriß

Geistlicher Assistent der Mesner Österreichs und Südtirols

A-6215 Achenkirch 386, Tel. 0(043)5246/6238, Fax /6048

Email pater.bernhard@direkt.at - Homepage: www.pater-bernhard.de

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Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank für Ihr Email. Da Sie von einer kirchlichen Presse sind, werde ich Ihnen antworten.

 

Was wirft man ihnen vor?

Die ganzen Machenschaften gegen mich sind ohne Transparenz. Dies zeigt auch der Artikel der TT, der nur simple Verallgemeinerungen enthält ohne konkrete Angaben: "tiefe Zerrüttung", "schwelt ein Konflikt", "umstrittener Pfarrer", "hatte in seiner pfarrlichen Arbeit zusehends Probleme, Brücken zu bauen", "unter­schiedlichen Standpunk­ten in der Amtsführung... In Summe hätten sich viele klei­ne Mosaiksteine zu einem Ganzen zusammengefügt...kontroversielle Bewertun­gen". Der Artikel ist sehr emotional und lässt keinen konkreten Grund erkennen.

 

Die Ursache für die "Zerrüttungen" gehen auf Gespräche mit einem einzelnen Menschen der Pfarrei Achental zurück, deren Meinung als objektiv bewertet wurde, ohne eine Gegenüberstellung, bzw. Rückfrage mit dem Pfarrer. Der Rechtsgrundsatz: audiatur et altera pars - es muß auch die Gegenseite gehört werden - wurde mit Füßen getreten. Daher kommen die einseitigen, unreflektierten Anschuldigungen und Vorverurteilungen. Trotz Differenzen müsste es in kirchlichen Gremien ein respektvolles und wohlwollendes Miteinander geben. Eine Konfliktlösung, oder benediktinische "Pax (=Friede)"  wurde nicht angestrebt, geschweige denn Barmherzigkeit oder Nachsicht geübt. Ziel war es: einen Pfarrerwechsel vorzunehmen, wie man das Hemd wechselt! Das Amt des Pfarrers wird dadurch auf gröbste Weise beschädigt.

 

Wie steht es in der Pfarrei: Vor zwei Jahren war hier eine bischöfliche Visitation. Mit keinem Wort wurden Bedenken geäußert, die meine seelsorgerliche Tätigkeit  in Frage stellen. Sowohl in der Kirchenzeitung (wie auch in der Mesnerzeitung - ich bin gleichzeitig Geistlicher Assistent der Mesner Österreichs und Südtirols) haben Aktionen, die ich hier in der Pfarre gemacht habe, hervorgehoben. Zuletzt hat auch Zenit meine Aktion "Glaubenserneuerung durch die täglichen Gebete" unterstützt und bringt jeden Dienstag meine Predigten. Ich darf auch auf mein Wirken durch meine Homepage hinweisen: www.pater-bernhard.de .

Angefangen hat mein "Leidensweg der inzwischen 200 Tage" durch allgemeinen Beschuldigungen am 15.November 2008, wo ich zu einem Gespräch in das Stift Fiecht gerufen wurde und 1 ½ Stunden vom Generalvikar Bürgler und Abt Anselm Zeller mit Vorwürfen überhäuft wurde und nicht ein einziges gutes Wort über meine Seelsorge von 15 Jahren gefunden wurde. Ich habe 20 Jahre bei der Gefangenenseelsorge mitgearbeitet und sogar Besinnungstage für Gefangene gehalten. Das Ziel war immer: die Gefangenen zum Guten hinzuführen. Als Ausbilder von Verlags- und Bürokaufleuten war ich immer bestrebt bei schwierigen Gesprächen, dass zuerst das Gute hervorgehoben wird. Das Gespräch diente nicht der Konfliktbewältigung, sondern das Ziel war die Verurteilung ohne sachliche Angabe von Gründen. Ein weiteres "Gespräch" mit Generalvikar, Abt und Bischof war am Karfreitag von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr; NB) zu dieser Zeit stand auch Jesus vor "Gericht". Wer weiß nicht, dass am Karfreitag ein Priester sehr viel zu tun hat! Wieder zwei Stunden nur Anschuldigungen. Das "Karfreitagsgespräch" beinhaltete alle seelischen Grausamkeiten. Meine Schwester hatte Angst, dass ich zusammenbreche. Meine "Gesprächspartner" machten dennoch weiter!!! Ein weiteres Gespräch im Bischofshaus in Innsbruck war am 9.5.2009 um 15.00 - 16.15 Uhr, obwohl ich um 13.30 Uhr eine Taufe hatte und um 18.00 Uhr einen Gemeindegottesdienst. Meine Schwester durfte wieder dabei sein. Es war für mich wieder eine Zeit der Verdemütigungen. Die "Gespräche" waren im Stil des TT-Artikels und waren fast wie ein "Martyrium" Die insgesamt fast fünf Stunden von Verdemütigungen waren für mein Seelenheil und meinen Umgang mit Mitmenschen sicherlich heilsam und haben mich reifer gemacht. Um die Angelegenheit verarbeiten zu können, muß ich mich öfters vier bis fünf Stunden zurückziehen um zu beten.

Der Bischof schrieb mir am 15. April 2009, ich solle freiwillig als Pfarrer abdanken. Dies konnte ich nicht tun, da der Pfarrgemeinderat dies nicht wollte. Am 19.5.2009 hatten wir eine Pfarrgemeinderatssitzung, bei der beschlossen wurde, folgendes Schreiben an den Bischof zu senden:

"Der Pfarrgemeindrat der Pfarre Achental

A-6215 Achenkirch 386, Tel. 05246/6238, Fax /6048

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An den Hochwürdigsten Herrn Bischof der Diözese Innsbruck Dr. Manfred Scheuer

Tel., Fax  * 29.5.2009

Sehr geehrter, hochwürdigster Herr Bischof,

am 25. Februar 2009 hat der Pfarrgemeinderat Achental an Sie eine Petition eingereicht, mit der Bitte von der Versetzung von Pfarrer Dr. P. Bernhard Sirch OSB abzusehen. Wir schätzen unseren Pfarrer sehr und möchten unseren Wunsch betonen, dass er weiter seine gute Arbeit in unserer Gemeinde verrichten kann. In der heutigen Sitzung, 19. Mai 2009, haben alle Pfarrgemeinderäte/innen die neue Situation vermittelt bekommen, wonach unser Pfarrer zum 31. August  2009 abgesetzt werden soll. Auch wir als Pfarrgemeinde tragen nicht nur Verantwortung für unsere Pfarre, sondern auch für unseren Herrn Pfarrer.

Es ist für uns nicht nur eine kirchliche, sondern auch eine menschliche Komponente. Wenn jemand seine Arbeit gut macht, schickt man ihn nicht einfach weg.

Sehr geehrter, hochwürdigster Herr Bischof, Sie als Oberhirte der Diözese Innsbruck tragen für viele Menschen in ihrer Kirche die Verantwortung. Wir als gläubige Katholiken appellieren an Ihr Verständnis und bitten um Ihre Hilfe, damit unser geschätzter Herr Pfarrer Dr.P.Bernhard Sirch  und damit auch Sr. Sofie Sirch OP ihre Arbeit fortführen können.

Die Pfarrgemeinde Achental bittet um Ihren bischöflichen Segen und um Ihre Unterstützung, damit die Pfarrseelsorge in der bisher gewohnten Form weitergeführt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen verbleibt der Pfarrgemeinderat der Pfarre Achental"

 

Über meine Seelsorgearbeit - es gab 15 Jahre keine Beschwerden - urteilte mein früherer Dekan Peter Mayer am 17.2.2009: "Ich war 10 Jahre lang sein Dekan und ich habe erfahren mit wie viel Fleiß und Einsatz er im Weinberg des Herrn gearbeitet hat als Pfarrer und Verantwortlicher für die Mesner; auch seine Schwester Sophie.

 

Ein Hauptschullehrer schickte folgendes Email: "als Pfarrbürger der Gemeinde Achenkirch protestiere ich schärfstens gegen die Absetzung unseres geachteten und hervorragenden Pfarrers Pater Bernhard. - Die Vorgangsweise des Generalvikars und von Abt Zeller lassen die christlichen Urtugenden der Versöhnung und Nächstenliebe auf das Schmerzlichste vermissen. Ich kenne unseren Pfarrer seit seiner Einsetzung vor 15 Jahren und während all dieser Jahre konnte ich nicht einmal Fremdenfeindlichkeit in seinen Äußerungen feststellen- dieser Vorwurf ist, mit Verlaub, ein Schmarren. Als Lehrer bin ich gewohnt, sehr genau auf fremdenfeindliche Äußerungen hinzuhören und zu reagieren! Dass er angeblich "keine Brücken bauen kann" sollte wohl den betroffenen Bürgern der Pfarre Achenkirch zur Beurteilung überlassen bleiben. Pfarrer Sirch ist ein vorbildlicher Geistlicher, der sehr gut predigen kann, intellektuell (wohl manchen zu intellektuell) ist, die Gottesdienste sehr feierlich hält und ein von tiefem Glauben geprägtes Leben führt .Pater Bernhard ist wirklich ein "Seelsorger" mit untadeligem Lebenswandel- heute ja auch nicht mehr bei allen Priestern selbstverständlich. Im Übrigen sollte Ihnen ja auch der Spruch bekannt sein "Allen recht getan ist eine Kunst die niemand kann" - warum sollten Pfarrer davon ausgenommen sein? Mir ist jedenfalls aufgefallen, dass besonders jene Gelegenheitskatholiken, die nur zu bestimmten Anlässen zur Kirche gehen und kirchenferne Personen sich am lautesten über angebliche Fehlers unseres Pfarrers beschweren!

Ich bin von Ihnen, aber auch vom Herrn Bischof wegen dieser über die Köpfe der Pfarrgemeindebürger und des Pfarrers hinweg getroffenen, ja ich möchte sagen, unchristlichen Maßnahme menschlich zutiefst enttäuscht. ...

 

Eine weitere Wortmeldung:

Mit Bestürzung habe ich vernommen, dass unser sehr verehrter Herr Pfarrer Dr. Bernhard Sirch und Schwester Sofie Sirch zum 31. August abgesetzt sind. Wir sind eine Gruppe von Kirchgängern aus dem Kreis Miesbach und fahren seit Jahren zum Kirchgang nach Achenkirch und Hinterriß.

Natürlich gibt es auch bei uns Gottesdienste aber die Hl. Messen, die Pater Bernhard zelebriert und die Schwester Sofie mit ihren ausgewählten Liedern so feierlich mitgestaltet sind für uns unübertroffen.

Für uns ist dann immer „der ganze Sonntag Gottesdienst“. Pater Bernhard hat eine unvergleichliche Gabe, den Menschen das Wort Gottes nahe zu bringen. Wir haben das bisher nicht woanders erlebt und sind nun bestürzt über das Ansinnen, diese beiden wertvollen Menschen einfach abzusetzen.  Ich kann es nicht anders ausdrücken, für uns wäre das wie eine Amputation.

Freundinnen, die lange nicht mehr den Zugang in die Kirche und die Messe gefunden haben freuen sich wieder auf den Gottesdienst, den Pater Bernhard und Schwester Sofie gestalten.

Ich bitte im Namen unserer Gruppe von Kirchgängern, die Entscheidung zurückzunehmen und Pater Bernhard und Schwester Sofie die Möglichkeit zu geben, ihre wertvolle Arbeit für uns und die Pfarrgemeinde in Achenkirch und Hinterriß weiterzuführen. Ich bedanke mich bereits jetzt, auch im Namen unserer Gruppe, für ihre positive Entscheidung und wünsche ihnen Gottes Segen".

 

Ein evangelischer Christ schreibt (Dr.E.M): "Als ich gestern Pater Sirch und seine Schwester in Achenkirch besuchte, erfuhr ich von der anstehenden Kündigung. Dies ist der Pfarrgemeinde und auch mir absolut unverständlich. Seit fast 20 Jahren kenne ich Pater Sirch als einen berufenen Christen und Seelsorger. Meine Beurteilung nach Mt 7, 16.20 deckt sich vollständig mit der von Papst Benedikt XVI.

Als ich selbst 1982 mit Lügen aus niedrigsten Gründen entlassen wurde, erkannte ich die unheimliche Macht des Bösen, aber auch die führende Hand unsres Heilandes und die Kraft des Apostelwortes: "Irrt euch nicht...! Gal 6,7". ...

 

Bei meinem letzten Gespräch mit dem Papst, genau vor einem Jahr, hatte ich als Punkt 2 das folgende Problem angesprochen, wobei ich ihm dies auch noch schriftlich gab: "Gleichzeitig möchte ich sie demütig bitten, darauf hinzuweisen, dass die Bischöfe sich um die Priester, bzw. Pfarrer vermehrt kümmern sollen. Der Papst, die Bischöfe werden in der Basis durch die Pfarrer repräsentiert. Bei Exerzitien für Priester lasse ich an einem Abend die Priester von Ihrem Frust erzählen. NB) Jesus selber kümmerte sich um seine Jünger und ließ die Jünger von Emmaus von Ihrer Enttäuschung erzählen und wandelte diese Jünger zu eifrigen Verkündern des Auferstandenen. In der Wirtschaft gehört die Mitarbeiterschulung zu den wichtigsten Aufgaben eines Unternehmers!". Mit besonderer Freude und Genugtuung habe das geplante "Jahr des Priesters" zur Kenntnis genommen.

 

Ich habe schon oft Priesterexerzitien gegeben und weiß um die Not mancher Priester. Es wäre wohl gut in einer Zeit der Priesternot sich die Not der Priester anzuhören, damit die Priesternot wieder beseitigt wird. Ich darf alle Priester und Pfarrer ermuntern, mir zu schreiben ihr Leid zu klagen. Vielleicht müsste man sogar eine Institution auf gesamtösterreichischer Ebene von der Bischofskonferenz aus errichten.

Auf  die Fragen, z.B. Austritt aus Kloster,  will ich nicht eingehen, da ich mein Kloster zu sehr liebe.

Wer zum Thema "Priester, Pfarrer" Stellung nehmen will, kann dies in meinem Gästebuch tun.

 

Mit freundlichen Grüßen verbleibt

Dr. P. Bernhard Sirch OSB, Pfarrer

Homepage: www.pater-bernhard.de

 

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"Beliebter und sehr geschätzter Seelsorger mit viel Fleiß und Einsatz für die Kirche" (siehe Leserbrief)

 

 Brief einer Familie an

 an Bischof Manfred Schauer, Abt Anselm Zeller, Generalvikar Bürgler


  Nachricht vom 29.05.2009

  Sondersendung

  mit Pressestellungnahme

Mehr Informationen finden Sie unter www.gloria.tv


Eine Journalistin berichtet über die Pfarrarbeit in der Pfarrei Achental

http://elsalaska.twoday.net/stories/5795320/

http://elsalaska.twoday.net/stories/5796900/

http://elsalaska.twoday.net/stories/5809113/

 

Die neue Plattform nennt sich deus-caritas-est.net . Domain-Inhaber ist der Wiener Alois Anfang.

Weitere Meinungen in meinem Gästebuch: